Von Ideen und
Auszeichnungen.

Bereits 1992 hatte Leander Bathon die Idee, plattenförmige Stahlteile in Holz einzukleben, um so Holz mit anderen Baustoffen zu verbinden. Im Jahr 2000 stellte Bathon das innovative Holz-Beton-Verbundsystem mit eingeklebten Stahlbauteilen der internationalen Öffentlichkeit auf der „World Conference of Timber Engineering“ in Kanada vor. Der Holzbauingenieur Rainer Bahmer, damals noch Geschäftsführer eines Holzleimbauunternehmens, erkannte das Potenzial von geklebten Verbindungen für den Holzbau.

Daraufhin wurden in Kooperation mit der Hochschule RheinMain (ehemals Hochschule Wiesbaden) erste Prüfkörper hergestellt. Aus den positiven Ergebnissen der Vorversuche an kleineren Prüfkörpern mit Balken, und einem 10m gespannten, realitätsgetreuen 1:1-Prüfkörper als Platte und einigen kleineren realisierten Bauobjekten im Bereich von Altbaurenovierungen, wurden die „HBV-Systems“ entwickelt. So wurde im Jahr 2000/2001 die erste HBV-Decke mit eingeklebten HBV-Schubverbindern in einem Bürogebäude mit 10m Spannweite und einer Fläche von 400m² eingesetzt. Parallel wurden in den Jahren 2000 bis 2002 in weiteren zahlreichen Versuchen verschiedene Stahlbleche und Klebstoffe für den Holz-Beton-Verbund getestet.

Auf Initiative von Prof. Bathon wurde im September des Jahres 2002 das Labor für Holzbau als Institution am Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen der Hochschule RheinMain gegründet, welches heute als eine der führenden forschenden Institutionen im Holzbau gilt. Seit März 2004 liegt eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin unter der Nummer Z-9.1-557 für die HBV-Systems vor. Seit 2004 wurden zahlreiche Tragkonstruktionen mit den HBV-Systems mit einer Gesamtfläche von inzwischen mehr als 100,000m² ausgeführt. 2006 folgte die Gründung der Firma TiComTec GmbH durch Rainer Bahmer. Ziel des Unternehmens ist die Weiterentwicklung und der Vertrieb der HBV- & HSK-Systems. Als forschende Institution beschäftigte sich das Labor für Holzbau in den darauf folgenden Jahren mit weiteren Verbundkonstruktionen.

Eine initiative Lösung für den Holz-Stahl-Klebeverbund war das Ziel und konnte mit der Entwicklung der eingeklebten Lochbleche erzielt werden. Diese Entwicklung dauerte ca. 10 Jahre und wurde 2013 mit der Verleihung des Schweighofer Innovationspreises gewürdigt. Heute unter HSK-Systems bekannt, erhielten diese im November 2014 die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des DIBt unter der Nummer Z-9.1-770.

 

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Dipl.-Ing. (FH) Rainer Bahmer
CEO TiComTec GmbH

Prof. Dr.-Ing. Leander Bathon
Leitung des Labors für Holzbau und des Bauphysiklabors am Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen der Hochschule RheinMain