ENTWICKLUNG

Bereits 1992 hatte Leander Bathon die Idee, plattenförmige Stahlteile in Holz einzukleben, um so Holz mit anderen Baustoffen zu verbinden.

Parallel dazu wurde das Einkleben von Stahlstäben im Holzleimbau weiter erforscht und entwickelt.

Im Jahr 2000 erkannte der Holzbauingenieur Rainer Bahmer, damals noch Geschäftsführer eines Holzleimbauunternehmens, das Potenzial von geklebten Verbindungen für den Holzbau.

Daraufhin wurden in Kooperation mit der Hochschule RheinMain (ehemals Hochschule Wiesbaden) erste Prüfkörper hergestellt. Aus den positiven Ergebnissen der Vorversuche an kleineren Prüfkörpern mit Balken, und einem 10m gespannten, realitätsgetreuen 1:1-Prüfkörper als Platte und einigen kleineren realisierten Bauobjekten im Bereich von Altbaurenovierungen, wurden die „HBV-Systeme“ entwickelt. So wurde im Jahr 2000/2001 die erste HBV-Decke mit eingeklebten HBV-Schubverbindern in einem Bürogebäude mit 10m Spannweite und einer Fläche von 400m² hergestellt. Parallel wurden in den Jahren 2000 bis 2002 in weiteren zahlreichen Versuchen verschiedene Stahlbleche und Klebstoffe für den Holz-Beton-Verbund getestet.

Seit März 2004 liegt eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin unter der Nummer Z-9.1-557 für die HBV-Systeme vor.

2006 folgte die Gründung der Firma TiComTec GmbH durch Rainer Bahmer. Ziel des Unternehmens ist die Weiterentwicklung und der Vertrieb der HBV- & HSK-Systeme.

Eine innovative Lösung für den Holz-Stahl-Klebeverbund war ein weiteres Ziel und konnte mit der Entwicklung der eingeklebten Lochbleche erzielt werden. Diese Entwicklung dauerte ca. 10 Jahre und wurde 2013 mit der Verleihung des Schweighofer Innovationspreises gewürdigt. Heute unter HSK-Systeme bekannt, erhielten diese im November 2014 die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des DIBt unter der Nummer Z-9.1-770.

Wir blicken nunmehr auf 20 erfolgreiche Jahre in der Anwendung der HBV-Systeme und es macht uns stolz, dass es noch keinen Schadensfall gegeben hat.